So mancher Züchter oder Besucher ist vielleicht überrascht, wenn er ein Babykätzchen mit längeren Haaren in einem Wurf von Bengalen zum ersten Mal sieht. Schnell werden Unkenrufe laut, dass die Eltern wohl nicht reinrassig wären oder gar ein Elternteil von einer anderen Rasse stammen würde. Tatsache ist aber, dass in den Anfängen der Zucht der Bengalen auch andere Rassen wie Ägypten Maus, Abbesinier und Hauskatzen eingekreuzt wurden. Einerseits geschah dies weil die männlichen Filials ja unfruchtbar waren und andrerseits, um den Charakter der Bengalen positiv zu formen. So zu formen, dass sie unseren heutigen schmusigen Bengalen entsprechen. Dadurch sind aber auch genetische Merkmale wie Snow, Langhaar und die Farbe Blau eingekreuzt worden. Snow Bengalen sind mittlerweile anerkannt und haben auch viele Liebhaber gefunden.
Reinerbige Bengalen besitzen auf beiden Chromosomen das Gen für Kurzhaar. Mischerbige Bengalen, sie werden auch Langhaar Träger genannt, besitzen ein Kurzhaargen und ein Langhaargen. Das Gen für Langhaar ist rezessiv und das Gen für Kurzhaar ist dominant. Darum sind Träger für Langhaar im Erscheinungsbild Kurzhaarkatzen und von den reinerbigen Bengalen äußerlich nicht zu unterscheiden. Werden nun Träger für Langhaar miteinander verpaart können mit einer Wahrscheinlichkeit von 25% Cashmeres im Wurf vorkommen. Die Hälfte sind mischerbige Langhaarträger und wiederum ein Viertel sind reinerbige Bengalen.


Die European-Goup-Cat-Association e.V. - EGCA e.V. und der Internationale Royal Cat Club hat mit Wirkung 15.11.2002
die Semi Langhaar Bengal bereits als Pardino anerkannt.
Mittlerweile gibt es engagierte Züchter, welche die Semi
Langhaar Bengalen lieben und sie zu einer eigenständigen Rasse weiter züchten wollen und Bemühungen anstreben, dass die
Semi Langhaar Bengalen als eigene Rasse anerkannt wird. Diese Züchter sind jedoch mit der Namenswahl "Pardino" nicht
einverstanden und streben den Namen Cashmere als neuen Rassenamen an.
Da sich die {Come in Bengal} der Verbesserung der Zuchttiere und dem Miteinander der Züchter untereinander verschrieben hat, wurde das Thema Langhaarbengal ausführlich unter unseren Mitgliedern diskutiert. So wurden auch Ängste und Befürchtungen offen ausgesprochen. Unter anderem, dass mischerbige Bengalen in die Zuchten der Kurzhaarbengalen gelangen.
Martin
Burtscher, 17.03.2006
* Da die Langhaar - Bengalen bisher
von keiner der größeren Dachorganisationen wie
T.I.C.A., CFA oder FIFE anerkannt wurde ist der Name Cashmere vorläufig.
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