Drei Begriffe gehören untrennbar zusammen wenn es um Bengalkatzen geht. Jean Mill, die asiatische Leopardenkatze (ALC)
und Millwood.

Nachdem Jean Sugden ihren Abschluss in Psychologie erlangt hatte, besuchte sie einige Hochschullehrgänge in Genetik. In ihrer
Seminararbeit stellte sie die Hybridisierung von Katzen vor.
1963 erwarb sie eine ALC, welche zu jener Zeit in Zoofachgeschäften erhältlich waren. Weil es so aussah als wäre die ALC in
ihrem Käfig einsam, gesellschaftete sie einen schwarzen Hauskatzenkater hinzu. Obwohl Experten behaupteten es könnte zu keinem
erfolgreichen Deckakt kommen geschah es doch und die ALC gebar einen seltsamen weiblichen Hybriden namens Kin Kin. Die Fachleute
an der Cornell Universität meinten, dass Kin Kin wohl steril sein würde. Aber im Gegenteil, nach einer Rückverpaarung mit
ihrem Vater (Jean hatte keine passenden Kater) gebar Kin Kin ein schlecht gelauntes schwarzes Töchterchen und
einen süßen getupften Sohn. Jean träumte davon ihn mit fünfzig Hauskatzen zu verpaaren und eine neue Rasse zu kreieren.
Leider verstarb er nach einem Sturz von einem Regal auf den Betonboden bevor Jean erfahren konnte, dass F2 Buben steril sind.
Es war die erste von vielen herzzerreißenden Tragödien welche die ersten Bemühungen von Jean heimsuchten. Seine schwarze
Schwester gebar ein Kätzchen, aß es aber nach zwei Tagen auf. Nach dem ihr Ehemann im Jahre 1965 starb zog sie in eine
Wohnung in Claremont, Californien um und gab ihr faszinierendes Hobby auf.

Maylasia wurde in den Zoo von San Diego gegeben
und Kin Kin und Pantherette starben an einer Lungenerkrankung. Zu dieser Zeit gab es dafür noch keine Impfungen.
Keine der heutigen Bengallinien stammen von dieser Linie ab.
Relativ rasch nach ihrer erneuten Eheschließung bauten sie und ihr Mann Zookäfige im baumbestandenen Garten hinter dem
Haus auf und traten in Kontakt mit Dr. Willard Centerwall. Dr Centerwall arbeitete an der Loma Linda University und führte
Studien über die Katzenleukose durch. Nachdem man F1 Katzen Blutproben entnommen hatte wurden Plätze für die Katzen benötigt.
So bekam Jean Liquid Amber (eine 3/4 ALC), Favie (Abkürzung für Favorite), Shy Sister und Doughnuts.
Der Besitzer eines Zoos (Gordon Meridith) hatte schon früher ein paar Tiere von Dr Centerwall bekommen. Da Gordon an Krebs
erkrankt war, bat er um Hilfe bei der Auffindung von neuen Plätzen für seine Tiere. Aus diesem Zoo bekam Jean Praline,
Pennybank, Rorschach (grau charcoal), Raisin Sunday und Wine Vinegar.
Auf einer Reise 1982 nach Indien zeigte ihr der Verwalter eines Zoos in Neu Dehli ein wunderschön getupftes Kitten. Es lebte
mit einem Rhinocerus zusammen und besaß keinen Schwanz und man konnte es nicht anfassen. Der Schwanz war vom Rhinocerus
zertrampelt worden. Dieses Kitten ist vielen Züchtern wegen des Glitters als Millwood Tory of Delhi bekannt und war für Jean
die Antwort auf die Bedürfnisse der vielen F1 Katzen.
Mit freundlicher Genehmigung von Jean Mill.
von Martin Burtscher übersetzt aus {Millwood's Milestones}, 30.12.2005
Der Lesbarkeit wegen auf das Wesentliche gekürzt.