Die Frage; "Was frisst eine Bengalkatze?", könnte ich mit einem kurzen Satz beantworten. Nämlich, dasselbe
wie andere Katzen auch.
Ich möchte hier aber trotzdem einige Betrachtungen zum Thema Ernährung "Katze" vorbringen.
Der Heimtierfuttermarkt bietet ein umfassendes Sortiment an Futtermittel für unsere schnurrenden Lebensbegleiter. Gegliedert
werden sie in zwei Gruppen.
Diese beiden Kategorien kennen die meisten von uns. Vielen werden auch sofort die gängigsten Marken einfallen.
Trockenfutter besteht aus Fleisch oder Fleischmehl, Getreidesorten (Mais, Reis, Hafer - um einige zu nennen), Fette, Mineralstoffe und Vitaminzusätze. Wobei die Reihenfolge der Angaben Auskunft darüber gibt was am meisten im Futter enthalten ist. Das Lesen der Zusammensetzung kann demnach wichtige Aufschlüsse über die Qualität geben. Manche Trockenfuttersorten enthalten mehr Getreide als Fleisch. Kann dies bei einem von Natur aus fleischfressenden Tier richtig sein?
Die wichtigsten Beutetiere der Katze sind Mäuse, Vögel, Fische, Insekten und kleine Reptilien. Wenn Katzen den Mageninhalt
einer Maus auch verspeisen, darf nicht vergessen werden, dass dieser Inhalt vorverdaut ist und die Menge sehr klein ist. Der
Anteil an Kohlehydraten in den Beutetieren beträgt 1 - 2%. Das ist mehr als nur bedeutend weniger als in Trockenfutter
üblicherweise enthalten ist. Kritiker behaupten sogar, dass Katzen Mais nicht verdauen können.
Rohes Fleisch. Wer seinen Katzen etwas gutes tun möchte oder der Industrie für Futtermittel nicht alles glaubt, was sie so anpreist, kann auch rohes Fleisch füttern. Die meisten Bengalen lieben es. In Frage kommen folgende Fleischsorten.
Schweinefleisch darf auch gefüttert werden, allerdings darf es unter keinen Umständen roh verabreicht werden. Wer befürchtet dass durch das rohe Fleisch Würmer übertragen werden können, kann dies dadurch verhindern, indem er das Fleisch vorher für eine gewisse Zeit einfriert. Wer nur rohes Fleisch füttern möchte, sollte sich aber eingehend mit dieser Materie auseinandersetzen. Auf der Seite mit den {Links} gibt es dazu einige weiterführende Informationen. Denn es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Diätplan ausgewogen ist, damit die Katzen genügend Mineralstoffe erhalten.
Manche mag die Empfehlung Hühnerfleisch mit Knochen etwas überraschen. Knochen sind sehr gesund und gefährlich werden sie erst wenn sie gekocht worden sind. Erst dann splittern sie und können den Darm verletzen. Daher Knochen vom Geflügel nur roh geben.
Von einem Katzenzüchter durfte ich erfahren, dass er mit Putenfleisch sogar eine schwierige Durchfallerkrankung heilen konnte. Ebenso möchte ich den unschätzbaren Vorteil der Fütterung von rohem Fleisch bei schwangeren und säugenden Katzen erwähnen. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass die Mütter körperlich weit aus fitter sind und genügend Milch haben.
Eintagsküken sind sozusagen, so hart es auch klingen mag, der männliche Abfall unserer industrialisierten Hühnerproduktion. Sie werden gleich nach dem Schlüpfen aussortiert und gelangen tiefgefroren als Futtertiere in den Handel.
Kuhmilch ist für Katzen nicht geeignet. Auch mit Wasser verdünnt nicht. Katzen können den darin enthaltenen Milchzucker (Laktose) nicht verdauen. Nach dem entwöhnen von der Muttermilch stellt der Darm die Produktion des Enzyms Laktase langsam ein. Der unverdaute Milchzucker führt dann zu Durchfall. Je länger die Katze Milch bekommt desto schlimmer wird der Durchfall. Wenn sie der Katze trotdem Milch geben möchten, dann bietet der Handel spezielle Katzenmilch an. Diese ist behandelt und der Milchzucker darin ist bereits aufgespalten. Wobei bitte zu beachten ist, Katzenmilch ist aus Sicht der Ernährung eine Mahlzeit. Wasser ist immer noch die beste Weise eine Katze mit Flüssigkeit zu versorgen.
Meine Frau empfiehlt einen ausgewogenen Mix aus Trockenfutter, Nassfutter und rohem Fleisch.
Martin Burtscher, 19.02.2006
ergänzt, 16.06.2007